Auszug Interviewpartner

Die Handlungs- und Geschäftsmodelllogiken der im Buch dargestellten Organisationen mögen auf den ersten Blick befremdlich wirken und vor allem ein "betriebswirtschaftliches Paradoxon" darstellen, ungeachtet dessen bewältigen sie eine umfeldbedingte Komplexität mit einer erstaunlichen, intraorganisationalen Effizienz. Vor diesem Hintergrund führen sie die Begrenztheit rationaler, betriebswirtschaftlicher Problemlösungen radikal vor Augen und verdeutlichen die argumentativen Grenzen eines herkömmlichen Geschäftsmodellverständnisses.

"Adieu Kausalität!"

Heinz von Foerster (1911-2002), österreichischer Physiker und Kybernetiker

Erfahren Sie im Buch mehr über...

einen alpinen Gastronomiebetrieb,

...in dem die Gäste eigenverantwortlich ihre Schlussrechnung aufstellen.

ein Kreditinstitut,
...das sich außnahmslos auf Kunden ohne finanzielle Bonität konzentriert.

einen privaten Arbeitsvermittler,
...der Langzeitarbeitslose zu seinen wertvollsten Kunden zählt.

einen global agierenden Zement-Hersteller,
...der Eigenheime an einkommensschwache Kundensegmente vertreibt.

eine österreichische Bank,
...die keinen Gewinn machen will und lieber heute als morgen überflüssig wäre.

eine Bar im Herzen Nürnbergs,
...in der die Gäste zahlen können, was sie wollen.

einen Anbieter von Massagedienstleistungen,
...der sich die Vorgabe fester Preise nicht mehr vorstellen kann.

eine Augenklinik in Südindien,
...die zu den produktivsten weltweit zählt und dennoch die Hälfte ihrer Patienten umsonst behandelt.

eine Schule in einem sozialen Brennpunkt Berlins,
...die 98 Prozent ihrer Schüler einen Ausbildungsplatz garantiert.

einen Anbieter von Pflegedienstleistungen,
...bei dem die Verringerung der Unternehmenseinnahmen das erklärte Unternehmensziel ist.

ein Krankenhaus in Rio de Janeiro,
...bei dem nächtliche Schießereien zum normalen, betrieblichen Alltag gehören.